Archiv für Mai 2011

Human Rights & Dirty Clothes

Human Rights & Dirty Clothes

Für Kleidungsstücke von H&M wird unter anderem auch Baumwolle aus Usbekistan verwendet. Kinderarbeitsschutz- und Menschenrechtsverletzungen sowie der Einsatz von gesundheits- und umweltschädlichen Pflanzenschutzmitteln sind dort beim Baumwollanbau an der Tagesordnung.

Bittere Realität hinter unseren Billig-Klamotten

• 25 % aller weltweit verwendeten Insektizide und 11 % aller Pestizide werden in der Baumwollproduktion eingesetzt, obwohl der Baumwollanbau nur 2,4% der weltweiten Agrarnutzflächen ausmacht.

• viele dieser Pflanzenschutzmittel sind hochwirksame Nervengifte, die früher als Chemiewaffen eingesetzt wurden.

• täglich sterben nach Schätzungen der WHO ca. 70 Feldarbeiter an den Folgen des Pestizid- und Insektizideinsatzes, der Großteil davon sind Kinder unter 14 Jahren.

• weitere geschätzte 80 Fabrikarbeiter sterben täglich, weil die mit Pflanzenschutzmitteln vollgesogene Baumwolle die Luft in Lagerhallen und Arbeitsräumen verpestet.

• allein in Indien begingen seit 1998 über 40000 Bauern Selbstmord, weil sie keinen Ausweg aus ihrer Verschuldung bei Gentechnologiefirmen sahen.


Hinter jeder dieser Zahlen steckt ein menschliches Schicksal…

450.000 Kinder
arbeiten jährlich auf den Baumwollfeldern Usbekistans. Unfreiwillig und unbezahlt müssen sie bis zu 12 Stunden am Tag Baumwolle pflücken, wobei sie dauerhaft mit lebensgefährlichen Pestiziden in Berührung kommen.
Usbekistan ist einer der größten Baumwolllieferanten von H&M.

80-90 Stunden
arbeiten Näherinnen in Bangladesch pro Woche. Menschenunwürdiges Gehalt und Misshandlungen durch die Vorarbeiter sind ihr Alltag.
H&M lässt seine Kleidungsstücke hauptsächlich in Billiglohnländern wie Bangladesch nähen.

3.440.000.000 €
war der Bruttoumsatz von H&M in Deutschland im Jahr 2010. Er ist um 12% gestiegen und macht ein Viertel des Gesamtumsatzes aus.
Deutschland ist somit wichtigstes Expansionsland von H&M.

Es ist an der Zeit das zu ändern!

Detailiertere Informationen hier:


http://www.greenaction.de/beitrag/zwischen-menschenrechtsverletzung-und-greenwashing

http://www.inkota.de/garib/

www.mdz-moskau.eu/print.php?date=1134067852

Augen auf!Mund auf!

Auch wenn wir die Augen ganz fest zusammen kneifen, unsern moralischen Verstand von Frusteinkauf und dem kurzen Glücksgefühl vernebeln lassen, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung hört nicht auf, wenn wir so tun als gäb´s sie nicht. Wir unterstützen all dies -mit dem Kauf konventioneller Produkte aktiv, und mit unserem Schweigen in einer passiven Form.
Dies ist ein Aufruf die Freiheit, die unsere Demokratie bietet zu nutzen, Partizipation bitte- redet!! Erzählt allen die ihr kennt, dass Näherinnen, Kinder die Baumwolle ernten -Millionen Menschen unter denen viele Kinder sind, unter den Bedingungen der Textilindustrie leiden. Die Tatsache dass nahezu jedes T-Shirt dass wir Menschen der Industrieländer tragen unter Schmerzen der Produzenten entstanden ist, ist kein Zustand der hingenommen werden muss und kann. Wir sind als mündige Verbraucher und Menschen mit ethnischem Gewissen dazu in der Lage es zu ändern. Und da wir nur bei uns selbst anfangen können, passt hier die Frage, besser heute als morgen?! ganz gut. …

http://www.better-merchandising.de/Textilien/de/weitere-Informationen.html