Archiv für Juni 2011

Über den meist genutzen Rohstoff unserer Textilien:Baumwolle

„Unsere Kleiderschränke und Warenhäuser sind gefüllt mit ihnen.
Keiner sieht dem Weißen Gold an, daß bei seiner Produktion in Drittweltländern Unmengen von Pestiziden eingesetzt werden, die in Europa längst verboten worden sind. “

Hast du 28 Minuten Zeit für eine Reise ins Innere von dem was dich schützt, vor Wind, Wetter, Kälte und Blicken?

Und das Gift kommt zurück…..

Es betrifft UNS

Auch wenn uns die Schicksale der Kinderarbeiter oder der Näherinnen, die für H&M arbeiten, so weit weg und ungreifbar vorkommen, müssen wir uns bewusst werden, dass wir mit jedem gekauften Kleidungsstück diese ausbeuterischen Strukturen unterstützen.
Auch wenn man angesichts dieser grausamen Realität resignieren oder verzweifeln will, muss man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass wir als Konsumenten keineswegs machtlos sind, sondern durch den Boykott von unfair erzeugter Ware aktiv gegen diese unmenschliche Unternehmenspolitik kämpfen können.
Wem das noch nicht genügt, sollte sich klar sein, dass auch wir direkt unter den profitorientierten Strukturen leiden. Mit Hungerlöhnen, Diskriminierung und Verweigerung grundlegender Arbeitsrechte müssen auch H&M Mitarbeiter in Europa oder den USA leben. Dieses scheinbar so harmslose Unternehmen, was besonders durch den hohen Umsatz in Deutschland profitiert, ist also weder hier oder anderswo an menschenwürdigen Arbeitsbedingen interessiert, sondern stellt die eigene Umsatzsteigerung an höchste Stelle.

Dass Arbeiten für H&M auch in Deutschland oder den USA mit Verstößen gegen die Rechte der Arbeiter und Niedriglöhnen verbunden ist, wird besonders an diesen Beispielen deutlich:

http://www.prnewswire.co.uk/cgi/news/release?id=113715

http://www.streik.tv/video/983/H_amp_M_Hamburg_Protestaktion_gegen_den_Missbrauch_von_Zeitarbeit.html

Machen Sie mit bei der Kampagne Transparenz-Jetzt!

Egal ob Luxuskonzern oder Discounter, immer wieder sind Unternehmen verantwortlich für Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden und Umweltschäden. Zugleich beschwören sie in ihren Hochglanzbroschüren ihre sozialen und ökologischen Werte. Die Politik muss endlich für Transparenz sorgen! Unternehmen müssen offen legen, wie sozial und ökologisch sie wirklich handeln. Nur gesetzlich verbindliche Regeln sorgen dafür, dass soziale und ökologische Produktionsbedingungen sichtbar gemacht werden.

Macht/Machen Sie mit bei der Kampagne „Transparenz Jetzt!“ und fordert/fordern Sie Kanzlerin Merkel auf, dass….

verbindliche Berichtspflichten für Unternehmen eingeführt werden,
Unternehmen Lieferanten, Produktionsstandorte und die Herkunft ihrer Produkte kennzeichnen müssen,
Verstöße gegen die Offenlegungspflicht bzw. Falschinformationen mit Sanktionen belegt werden.

Hier geht’s zur Aktion: www.transparenz-jetzt.de.

Und damit nicht genug, es gibt einen neuen Film, der die Ausbeutung in der Lieferkette sichtbar macht: http://www.youtube.com/watch?v=nzAmh42u70k
Vielen Dank fürs Mitmachen!

RECHTE FÜR MENSCHEN REGELN FÜR UNTERNEHMEN

RECHTE FÜR MENSCHEN REGELN FÜR UNTERNEHMEN

http://corporatejustice.org/?lang=de

Haben Sie sich eigentlich schonmal gefragt, wo Ihre Kleidung herkommt?

http://www.youtube.com/watch?v=JWL_vE-joo4

Alternativen suchen? & finden!

Kleidung ist leider ein bisschen zuviel als nötig in der bedenkenlos Konsum-Schiene gelandet. Die heute stattfindende überdimensionale Produktion von Textilen, geht einerseits in vielen Produktionsländern (oft Entwicklungs-und Schwellenländern wie Usbekistan und Indien, die die weltgrößten Produzenten von Baumwolle sind) zu Lasten der Umwelt, andererseits zahlen die Arbeiter die niedrigen Verkaufspreis mit schlechten Arbeitsbedingungen (Überstunden und Gewalt), Krankheiten (die oft tödlich enden; jährlich sterben 30.00-40.00 Menschen/Kinder an den Folgeerkrankungen von Pestizideinsatz)…

Aber das ständige Shoppen, das von einer selbstreflektierten Perspektive betrachtet oft als Ersatzbedürfnissbefriedigung dient, muss nicht bis zur Endgültigen Zerstörung unserer Lebensgrundlage weitergehen…

„Second Hand“-Kleidung könnte also eine Alternative zur Billigklamotte aus Schweißarbeit-Kinderhand-und Raubbau an der Natur sein. Der Kauf von schonmal getragenen Kleidungsstücken schont vor allem Ressourcen.

Eine ganz unkommerzielle Möglichkeit, die gleich zwei positive Seiten hat, ist die Klamottentauschparty, hier kannst du deinen Kleiderschrank mit neuen Teilen bestücken und gleichzeitig Alte, nicht mehr gern getragene oder zu kleine loswerden.
Jeder von uns hat mindestens ein Duzend Teile im Schrank die länger als 3 Monate nicht mehr getragen wurden, Platz rauben, aber jemand anderem mit gleicher Größe findet sicher Gefallen daran. Eine Klamottentauschparty zu organisieren ist kein großer Aufwand, Ort des Tauschens kann sein – der Garten oder das eigene Wohnzimmer, Teilnehmer Freunde & Bekannte.

www.klamottentausch.net

Eine andere Alternative die natürlich als kommerziell bezeichnet werden muss sind Kleider aus Fairem Handel.
Hier merkt man, wenn man auf den Preis schaut dass entlang der Produktionskette Menschen die für diese Ware gearbeitet haben Löhne bezahlt bekommen, die ihre Existenz sichern.
Wenn nach dem Kriterium der Notwendigkeit und nicht nach dem der Bedürfnisbefriedigung über Konsum eingekauft wird, sind selbst für Geldbeutel die nicht prall gefüllt sind, FAIR GEHANDELTE Klamotten bezahlbar. Wer muss schon zweimal die Woche „shoppen gehen“ um glücklich zu sein?

Hier einige Links zu Online-Shops:


http://www.zuendstoff-clothing.de/de/Fair-Trade-Kleidung/p-SEO_Fair_Trade_Kleidung

http://fairtragen.de

http://www.fairkaufen.net/Kleidung-Fairtrade-Bio.html

http://www.fairtragen.de/

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verpflichtet »jeden einzelnen« und »alle Organe der Gesellschaft« zur Achtung und Förderung der Menschenrechte beizutragen. Dies schließt private Unternehmen ein. Auch wir VerbraucherInnen tragen eine Mitverantwortung dafür, ….

dazu mehr auf der Homepage von AMNESTY INTERNATIONAL :

www.amnesty.de/umleitung/2005/deu05/058?lang=de%26mimetype%3Dtext%2Fhtml